54. ADAC RAVENOL 24h Nürburgring 2026

24h-Rennen 2025
  • 54. ADAC Ravenol 24h Nürburgring 2025
  • Veranstalter: ADAC Nordrhein e.V., Köln
  • Nordschleife und GP-Strecke, 25378 m
  • DMSB Reg.-Nr.: R-15407/26

Zeitplan "24h Nürburgring"*

Donnerstag, 14. Mai 2026
13:15-15:15 Uhr ADAC RAVENOL 24h Nürburgring | Qualifying 1 | Gesamtstrecke
20:00-23:30 Uhr ADAC RAVENOL 24h Nürburgring | Qualifying 2 | Gesamtstrecke
Freitag, 15. Mai 2026
10:15-10:45 Uhr ADAC RAVENOL 24h Nürburgring | Top Quali 1 | Gesamtstrecke
11:05-11:35 Uhr ADAC RAVENOL 24h Nürburgring | Top Quali 2 | Gesamtstrecke
12:00-13:05 Uhr ADAC RAVENOL 24h Nürburgring | Qualifying 3 | Gesamtstrecke
13:35-14:35 Uhr ADAC RAVENOL 24h Nürburgring | Top Quali 3 | Gesamtstrecke
Samstag, 16. Mai 2026
10:00-11:00 Uhr ADAC RAVENOL 24h Nürburgring | Warm-up | Gesamtstrecke
12:45-14:40 Uhr ADAC RAVENOL 24h Nürburgring | Startaufstellung | Start-Ziel-Gerade
13:10-14:10 Uhr ADAC RAVENOL 24h Nürburgring | Open Grid | Start-Ziel-Gerade
14:40 Uhr ADAC RAVENOL 24h Nürburgring | Formationsrunde | Gesamtstrecke
15:00 Uhr ADAC RAVENOL 24h Nürburgring | Start Rennen | Gesamtstrecke

Das Rennen

Mercedes-AMG feiert ersten Sieg bei den 24h Nürburgring seit zehn Jahren

* Mercedes-AMG gewinnt mit Maro Engel, Luca Stolz, Fabian Schiller und Maxime Martin erstmals seit 2016 wieder die 24h Nürburgring.
* Der ursprünglich zweitplatzierte Lamborghini wird nachträglich wegen eines BoP-Verstoßes disqualifiziert.
* Walkenhorst Motorsport rückt mit dem Aston Martin Vantage GT3 auf Rang zwei vor und erzielt das beste 24h-Ergebnis der Teamgeschichte.

Mercedes-AMG hat erstmals seit zehn Jahren wieder die ADAC RAVENOL 24h Nürburgring gewonnen. Maro Engel, Luca Stolz, Fabian Schiller und Maxime Martin setzten sich im RAVENOL Mercedes-AMG #80 durch und bescherten der Marke mit dem Stern den ersten Gesamtsieg in der „Grünen Hölle“ seit 2016. Für Engel, der bereits beim bis dahin letzten Mercedes-AMG-Erfolg vor zehn Jahren zum Siegerteam gehörte, war es der zweite Gesamtsieg beim Langstreckenklassiker in der Eifel.

Nachträglich änderte sich zudem das Gesamtpodium des Rennens. Der ursprünglich zweitplatzierte Abt-Lamborghini #84 wurde im Anschluss an die technische Nachuntersuchung disqualifiziert. Dabei wurde festgestellt, dass das Fahrzeug zu viel Leistung entwickelte und damit nicht den Vorgaben der Balance of Performance entsprach. Durch die Entscheidung der Sportkommissare rückte der natural elements by Walkenhorst Motorsport Aston Martin Vantage GT3 mit Mattia Drudi, Christian Krognes und Nicki Thiim auf den zweiten Gesamtrang vor. Der Aston Martin wurde nach dem Rennen ebenfalls turnusgemäß untersucht und entsprach in allen Punkten der Fahrzeugeinstufung.

Vor der Rekordkulisse von 352.000 Zuschauern erlebten die 24h Nürburgring erneut ein Rennen mit wechselhaften Bedingungen, zahlreichen Zwischenfällen und mehreren strategischen Schlüsselmomenten. Bis rund dreieinhalb Stunden vor Rennende lag noch der Verstappen-Mercedes-AMG #3 auf Siegkurs, ehe ein Antriebswellenschaden das Schwesterfahrzeug des späteren Siegerautos entscheidend zurückwarf.

Lange Doppelführung für Mercedes-AMG

Der spätere Sieger-Mercedes-AMG #80 war nach einem Unfall von Maro Engel im Top-Qualifying 3 nur von Startplatz 25 ins Rennen gegangen. Auf der Nordschleife erwies sich die Ausgangsposition jedoch nicht als entscheidender Nachteil. Bereits in der Anfangsphase arbeitete sich das Quartett mit konstanten Stints und einer starken Rennpace nach vorne.

„Wir sind von Platz 25 gestartet, was nicht ganz optimal ist. Aber es geht bei den 24h Nürburgring nicht immer um den Startplatz. Wir konnten uns mit den guten Stints von Maro direkt nach vorne arbeiten. Als ich ins Auto eingestiegen bin, hat es angefangen zu regnen. Der entscheidende Regenschauer im Rennen – und wir haben eine goldrichtige Reifenentscheidung getroffen. Durch den Ausfall unseres Schwesterautos ist der Kampf um den Sieg weggefallen“, sagte Fabian Schiller.

Für Stolz, Schiller und Martin war es jeweils der erste Gesamtsieg beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring. Maxime Martin zog damit zugleich familienintern mit seinem Vater Jean-Michel Martin gleich, der den Langstreckenklassiker 1992 gewonnen hatte.

Nach einer turbulenten Anfangsphase setzten sich die beiden Mercedes-AMG #3 und #80 bereits am frühen Samstagabend an der Spitze ab. Vor einem der stärkeren Regenschauer erwischten beide Fahrzeuge den perfekten Zeitpunkt für den Boxenstopp. Anschließend kontrollierten sie das Rennen über weite Strecken im Doppelpack und bauten ein Polster von mehreren Minuten auf.

Zwischenzeitlich kamen sich die beiden Mercedes-AMG allerdings auch selbst nahe. Auf der Döttinger Höhe kam es bei hoher Geschwindigkeit sogar zu einem Kontakt zwischen Max Verstappen und Maro Engel. Danach hielten die beiden Fahrzeuge, die über längere Zeit im gleichen Rhythmus unterwegs waren, mehr Sicherheitsabstand. Erst der Defekt am Verstappen-Mercedes-AMG #3 beendete den internen Kampf um den Gesamtsieg. Dani Juncadella musste das Fahrzeug für eine längere Reparatur in der Box abstellen. In der Schlussphase kehrte der reparierte Mercedes-AMG noch einmal auf die Strecke zurück und wurde von den Fans entsprechend gefeiert.

Walkenhorst Motorsport mit historischem Ergebnis

Auch der Aston Martin Vantage GT3 von Walkenhorst Motorsport gehörte über die gesamte Renndistanz zur Spitzengruppe. Mattia Drudi, Christian Krognes und Nicki Thiim hielten sich konstant im Kampf um die vorderen Positionen und führten den Langstreckenklassiker zeitweise sogar an.

Ein Regenschauer am Samstagabend kostete dem Team jedoch wertvolle Zeit. Dadurch verlor der schwarz-gelbe Aston Martin etwas den Anschluss an die beiden Mercedes-AMG, die den Sieg anschließend unter sich ausmachten. In der Schlussphase entwickelte sich dennoch ein enger Kampf um die weiteren Podestplätze.

Dabei spielten unterschiedliche Reifenstrategien und leichter Regen in den letzten Runden eine zentrale Rolle. Schlussfahrer Mattia Drudi setzte auf geschnittene Slicks, während der Lamborghini auf Rang zwei auf kompletten Slicks unterwegs war. Nach einer turbulenten letzten Runde, in der unter anderem eine Code-60-Phase auf der Döttinger Höhe Einfluss auf das Geschehen nahm, sah Drudi die Zielflagge zunächst als Dritter. Durch die nachträgliche Disqualifikation des Lamborghini rückte Walkenhorst Motorsport jedoch auf den zweiten Gesamtrang vor.

Für Walkenhorst Motorsport ist Rang zwei das bislang beste Gesamtergebnis in der Teamgeschichte beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring. Zuvor war ein sechster Platz im Jahr 2015 die beste Platzierung der Mannschaft aus Melle beim Langstreckenklassiker in der Eifel. Zudem bedeutete das Resultat das erste Gesamtpodium für Aston Martin bei den 24h Nürburgring.

„Wir freuen uns sehr über Platz zwei beim diesjährigen 24h-Rennen auf dem Nürburgring. Schlussendlich zahlt sich Gerechtigkeit immer aus. Wir hatten ein tolles Auto bei der diesjährigen Ausgabe und Christian, Mattia und Nicki haben einen fehlerfreien Job im Cockpit gemacht, der Schlüssel zum Erfolg. Vielen Dank auch an das gesamte Team für eine großartige Leistung in der Rennwoche“, sagte Teamchef Jörg Breuer.

Walkenhorst Motorsport

Aufholjagden und frühe Rückschläge prägen das Rennen

Hinter dem Siegerfahrzeug von Mercedes-AMG und dem nachträglich zweitplatzierten Walkenhorst-Aston-Martin belegten die BMW-Teams die weiteren Spitzenplätze. Der Rowe-BMW #99 mit Dan Harper, Max Hesse, Sheldon van der Linde und Dries Vanthoor beendete das Rennen auf Rang drei. Der Schubert-BMW M3 Touring #81 mit Jens Klingmann, Ugo de Wilde, Connor De Phillippi und Neil Verhagen folgte auf Platz vier.

Auch diese Fahrzeuge hatten im Rennverlauf Rückschläge zu verkraften. Dan Harper wurde im Rowe-BMW #99 bereits in der ersten Runde auf der Grand-Prix-Strecke umgedreht und fiel aus den Top 30 zurück. Am Ende blieb das Fahrzeug die beste Option des Rennstalls, nachdem der Rowe-BMW #1 der Titelverteidiger Augusto Farfus, Raffaele Marciello, Jordan Pepper und Kelvin van der Linde nach einem Problem mit der Benzinversorgung noch am Samstagabend aufgeben musste.

Der später disqualifizierte Abt-Lamborghini #84 hatte ebenfalls eine Aufholjagd gezeigt. Mirko Bortolotti war in der Anfangsphase nach einem beschädigten Hinterreifen früh an die Box gekommen und aus der ersten Startgruppe bis auf Platz 49 zurückgefallen. Auf der Strecke kämpfte sich das Fahrzeug anschließend wieder bis in die Spitzengruppe vor, ehe die nachträgliche technische Entscheidung das Ergebnis aus der Wertung nahm.

Bei wechselnden Witterungs- und Streckenbedingungen kam es besonders in den ersten Rennstunden zu zahlreichen Zwischenfällen. Unter anderem erwischte es Kevin Estre im von den Fans als „Grello“ bekannten Manthey-Porsche #911, den zwischenzeitlich führenden Kondo-Ferrari #45 mit Thierry Vermeulen sowie Arjun Maini im HRT-Ford #64.

Am Ende stand ein historischer Erfolg für Mercedes-AMG, ein nachträglich korrigiertes Podium und ein Rekordergebnis für Walkenhorst Motorsport. Vor 352.000 Zuschauern schrieb die diesjährige Ausgabe der 24h Nürburgring damit gleich mehrere besondere Geschichten.

Pole Position #84, Luca Engstler / Mirko Bortolotti / Patric Niederhauser,
Red Bull Team ABT,
Lamborghini Huracan GT3 EVO2,
186.024 min = 186.024 km/h
Gestartet 159
Gewertet 111
Nicht gewertet 48
Nicht gestartet 0
Sieger #80, Maro Engel / Luca Stolz / Fabian Schiller / Maxime Martin,
Winward Racing,
Mercedes-AMG GT3,
156 Runden, 24:05:27.664 h =  164.334 km/h
Schnellste Runde #84, Luca Engstler / Mirko Bortolotti / Patric Niederhauser,
Red Bull Team ABT,
Lamborghini Huracan GT3 EVO2,
8:08.758 min in Runde 113

Gesamtergebnis Plätze 1 bis 10

 #Kls.TeamFahrerWagenRnd.Gesamt (h)
Schnitt (km/h)
Rückst. (min)
Schn. Rnd.
in Rnd.
1. 80 SP 9 Pro Winward Racing Engel Maro, Monaco, GER
Stolz Luca, Brachbach, GER
Schiller Fabian, Troisdorf, GER
Martin Maxime, Tervuren, GER
Mercedes-AMG GT3 156 24:05:27.664
164.334
-
8:13.213
128
DSQ 84 SP 9 Pro Red Bull Team ABT Engstler Luca, Kempten, GER
Bortolotti Mirko, Trento, ITA
Niederhauser Patric, Jaberg, SUI
Lamborghini Huracan GT3 EVO2 156 24:07:39.975
164.083
2:12.311
8:08.758
113
2. 34 SP 9 Pro Walkenhorst Motorsport Krognes Christian, Hamar, NOR
Drudi Mattia, San Marino, ITA
Thiim Nicki, Dubai, DEN
Aston Martin Vantage AMR GT3 EVO 156 24:07:56.414
164.052
2:28.750
8:12.753
112
3. 99 SP 9 Pro ROWE RACING Harper Daniel, Hillsborough, GBR
Hesse Max, Wernau, GER
Van der Linde Sheldon, München, RSA
Vanthoor Dries, Hasselt, BEL
BMW M4 GT3 EVO 156 24:08:13.738
164.020
2:46.074
8:15.405
147
4. 81 SP-X Pro BMW M Motorsport Klingmann Jens, Ismaning, GER
de Wilde Ugo, Rixensart, BEL
de Phillippi Connor, Juno Beach, USA
Verhagen Neil, Mooresville NC, USA
BMW M3 Touring 24h 156 24:10:11.478
163.798
4:43.814
8:13.580
123
5. 24 SP 9 Pro Lionspeed GP Heinrich Laurin, Feldkirchen bei Graz, GER
Vanthoor Laurens, Heusden Zolder, BEL
Feller Ricardo, SUI
Porsche 911 GT3 R (992) Evo26 156 24:13:18.170
163.447
7:50.506
8:12.555
99
6. 54 SP 9 Pro Dinamic GT SRL Buus Bastian, Kolding, DEN
Christensen Michael Klitgaard, København, DEN
Sturm Joel, Brühl, GER
Hartog Loek, Amsterdam, NED
Porsche 911 GT3 R (992) Evo26 155 24:10:08.455
162.753
1 Runde
8:18.388
146
7. 67 SP 9 Pro HRT Ford Racing Olsen Dennis, Våler, NOR
Mies Christopher, Erkrath, GER
Vervisch Frederic, Middelkerke, BEL
Stippler Frank, Bad Münstereifel, GER
Ford Mustang GT3 EVO (2026) 155 24:11:33.886
162.594
1 Runde
8:11.247
110
8. 77 SP 9Pro  Schubert Motorsport Wittmann Marco, Fürth, GER
Eng Philpp, Sankt Lorenz, AUT
Weerts Charles, Teuven, BEL
Frijns Robin, Lanaken, NED
BMW M4 GT3 EVO 154 24:05:29.614
162.223
2 Runden
8:14.452
12
9. 48 SP 9 Pro 48 LOSCH MOTORSPORT by Black Falcon Arrow Daan, Amsterdam, NED
Assenheimer Patrick, Heilbronn, GER
Müller Tobias, Euskirchen, GER
Pereira Dylan, Schouweiler, LUX
Porsche 911 GT3 R (992) Evo26 154 24:07:11.022
162.034
2 Runden
8:15.388
111
10. 18 SP 9 PRO/AM Lionspeed GP Kyle Tilley, Sutton Benger, GBR
Jake Hill, Maidstone, Kent, GBR
Patrick Kolb, Bad Homburg, GER
Max Hofer, Pertolsdorf
Porsche 911 GT3 R (992) Evo26 153 24:08:14.193
3 Runden
8:18.934
119

Das vollständige Gesamtergebnis findet Ihr hier!
Die vollständigen Klassenergebnisse findet Ihr hier!

Video (Magic Moments)

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Quelle: ADAC 24h Nürburgring
Fotos: Gruppe C Photography, nordschleife1927.de/de Haar
Video: YouTube/ADAC RAVENOL 24h Nürburgring
* vorläufiger Zeitplan, Zeiten können abweichen

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