Gelungener Einstand für den HWA EVO.R auf der Nordschleife

Zielfoto HWA EVO.R
  • Alle drei HWA EVO.R erreichten bei ihrem 24h-Debüt das Ziel und belegten die Plätze zwei, drei und vier in der SP-X-Klasse.
  • Die Fahrerbesetzungen überzeugten auf der Nordschleife mit konstanten und fehlerfreien Stints.
  • HWA kündigte parallel zum Renneinsatz eine auf 15 Fahrzeuge limitierte Kundensportversion des EVO.R an.

17.05.2026 |  Beim 54. ADAC RAVENOL 24h Nürburgring am 16. und 17. Mai 2026 hat die HWA AG einen erfolgreichen ersten Auftritt ihres neuen HWA EVO.R gefeiert. Gleich drei Fahrzeuge des in Affalterbach entwickelten Rennwagens gingen beim Langstreckenklassiker an den Start – und alle drei erreichten nach 24 Stunden die Ziellinie. Mit den Positionen zwei, drei und vier in der SP-X-Klasse gelang dem Projekt ein bemerkenswerter Einstand auf der Nordschleife.

Bereits vor dem Rennwochenende hatte der HWA EVO.R große Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Die Rennversion des vollständig von HWA entwickelten Straßenfahrzeugs galt im Fahrerlager und bei den Zuschauern als eines der spannendsten Projekte des Feldes. Entsprechend groß war das Interesse, als die drei Fahrzeuge erstmals unter Rennbedingungen beim größten Langstreckenrennen der Welt antraten.

Den stärksten Eindruck hinterließ die Startnummer 61 mit Adam Adelson, Lance David Arnold, Jamie Green und Renger van der Zande. Das Quartett brachte den HWA EVO.R auf Rang zwei der SP-X-Kategorie und behauptete sich dabei in einem Rennen, das von wechselnden Wetterbedingungen und zahlreichen Zwischenfällen geprägt war. Auch das Schwesterfahrzeug mit der Nummer 62 überzeugte mit einer konstanten Leistung. Adam Adelson, der als Doppelstarter im Einsatz war, teilte sich das Cockpit mit Sebastian Asch, Luca Ludwig und Markus Winkelhock. Gemeinsam steuerte das Fahrerquartett den zweiten EVO.R auf den dritten Klassenrang.

Komplettiert wurde das starke Mannschaftsergebnis durch die Startnummer 63. Christian Gebhardt, Evald Holstad, Peter Ludwig und Bruno Spengler belegten nach 24 Rennstunden Rang vier in der SP-X-Wertung und sorgten damit dafür, dass sämtliche eingesetzten Fahrzeuge das Ziel erreichten.

Adam Adelson, Lance David Arnold, Jamie Green und Renger van der Zande brachten den HWA EVO.R auf Rang zwei der SP-X-Kategorie.

Standfestigkeit als Schlüssel zum Erfolg

Gerade in der Anfangsphase des Projekts erwies sich die Zuverlässigkeit der Fahrzeuge als entscheidender Faktor. Die Fahrer absolvierten zahlreiche fehlerfreie Stints und hielten die markanten Fahrzeuge trotz einiger ungeplanter Boxenstopps dauerhaft im Rennen. Im Gesamtklassement bewegten sich die HWA EVO.R ebenfalls in einem respektablen Bereich und behaupteten sich gegen etablierte GT3- und Spezialfahrzeuge.

Martin Marx, CEO der HWA AG, sprach nach dem Rennen von einem emotionalen Wochenende und hob insbesondere den Einsatz des gesamten Teams hervor: „Ich kann das Rennen noch nicht wirklich in Worte fassen. Ich bin sehr stolz, wie jeder im Team dazu beigetragen hat und wie gerührt, wie emotional am Ende jeder Einzelne war. Das gesamte Wochenende waren alle mit Leib und Seele bei diesem Projekt. Natürlich wären wir gerne ohne Probleme durchgefahren, aber das ist beim ersten Mal eher ein Traum. Wir werden jetzt das Rennen analysieren und hoffentlich noch stärker zurückkommen.“ Zugleich gratulierte Marx Mercedes-AMG zum Gesamtsieg beim traditionsreichen Eifelrennen.

Auch Gordian von Schöning, CTO der HWA AG, würdigte die Leistung aller Beteiligten. Besonders das Erreichen des Ziels mit allen drei Fahrzeugen sei für das Unternehmen ein bedeutender Erfolg gewesen und habe den enormen Einsatz von Team, Partnern und Gästen unterstrichen.

Limitierte Kundensportversion angekündigt

Noch während des Rennwochenendes kündigte die HWA AG zudem eine streng limitierte Kundensportversion des Fahrzeugs an. Der auf lediglich 15 Exemplare begrenzte HWA EVO.R basiert technisch direkt auf dem Fahrzeug, das bei den 24h Nürburgring eingesetzt wurde.

Angetrieben wird der Rennwagen von einem von HWA entwickelten 3,0-Liter-V6-Biturbo-Motor mit rund 560 PS und 670 Nm Drehmoment. Hinzu kommen ein sequenzielles Sechsgang-Getriebe, ein speziell entwickeltes Motorsport-Aerodynamikpaket sowie ein umfangreiches Sicherheits- und Kundensportkonzept. Die ausgewogene Frontmittelmotor-Architektur mit Transaxle-Konzept, ein mehrfach verstellbares Rennfahrwerk und AP-Racing-Bremsen sollen dabei sowohl ambitionierten Amateurfahrern als auch erfahrenen Piloten ein kontrollierbares und zugleich leistungsstarkes Fahrzeug bieten.

Mit dem EVO-Projekt knüpft die HWA AG bewusst an die Historie des legendären Mercedes-Benz 190E 2.5-16 Evo II an. Der HWA EVO versteht sich als moderne Neuinterpretation der Ikone und verbindet klassische Designmerkmale der W201-Baureihe mit aktueller Rennsporttechnik.


Fotos: HWA AG

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