Zwischen Ausfall und Aufholarbeit: Giti Tire Motorsport zeigt Kampfgeist am Nürburgring

  • Schwerer Unfall im Zeittraining verhindert den Start des „Girls only“-Porsche (#146), Fahrerin bleibt unverletzt
  • Konstante Leistungen der übrigen Fahrzeuge sichern mehrere Top-10-Platzierungen in der Klasse VT2-RWD
  • Große Aufmerksamkeit durch Max Verstappen sorgt für außergewöhnliche Kulisse am Nürburgring und erhöht die Bedeutung des Rennens

23.03.2026 | Der 58. ADAC Barbarossapreis markierte als zweiter Lauf der ADAC RAVENOL Nürburgring Langstrecken-Serie ein Wochenende voller Emotionen und technischer Herausforderungen für Giti Tire Motorsport by WS Racing. Bereits im Vorfeld herrschte am Nürburgring eine außergewöhnliche Atmosphäre, was vor allem der Präsenz von Max Verstappen zu verdanken war, der im Feld der SP9 für eine enorme Zuschauerkulisse und eine mediale Aufmerksamkeit sorgte, die dem gesamten Langstreckensport zugutekam.

Für das Team startete das Wochenende jedoch bereits im Zeittraining mit einem herben Rückschlag, als der unter dem Banner „Girls only – Ready to rock the Green Hell“ gemeldete Porsche 911 GT3 Cup mit der Startnummer 146 in einen schweren Unfall verwickelt wurde. Zwischen den Streckenabschnitten Hohe Acht und Wippermann kam es zu einer unverschuldeten Kollision. Fabienne Wohlwend, die zu diesem Zeitpunkt am Steuer des mit nachhaltigem Kraftstoff von „German eFuel One“ betriebenen Boliden saß, blieb dank der hohen Sicherheitsstandards des Fahrzeugs glücklicherweise unverletzt. Dennoch war der Schaden am Fahrzeug so massiv, dass Carrie Schreiner, Janina Schall und Fabienne Wohlwend den Rennstart am Samstag nicht wahrnehmen konnten.

#146 Porsche 911 GT3 Cup (AT 2), Carrie Schreiner (Euskirchen), Janina Schall (Dornstadt), Fabienne Wohlwend (Liechtenstein)

Trotz dieses Schocks am Vormittag zeigten die weiteren Fahrzeuge des Teams eine geschlossene Mannschaftsleistung in den verschiedenen Klassen. Besonders im Fokus stand das „Girls Only-Talent Pool“-Fahrzeug mit der Startnummer 503, in dem Siri Hökfelt, Elena Egger und Carmen Kraav ein konstantes Rennen fuhren und nach 22 Runden den siebten Platz in der Klasse VT2-RWD erreichten. In derselben Klasse konnten Thomas und Niklas Ehrhardt mit der Nummer 502 zusammen mit Fabian Pirrone überzeugen und sicherten sich nach 23 Runden einen starken fünften Rang. Auch der BMW M240i Racing Cup mit der Nummer 665, pilotiert von Ulf Steffens, Jan Ullrich und John Van Der Sanden, schlug sich beachtlich und beendete das vierstündige Rennen auf dem zehnten Platz seiner Klasse. Komplettiert wurde das Giti-Ergebnis in der VT2-RWD durch Chloe Chong, Dennis Garbe und John Lee Schambony in der Startnummer 506, die ebenfalls den zehnten Platz belegten.

#502 BMW 330i (VT2-RWD), Thomas Ehrhardt (Hannover), Niklas Ehrhardt (Hannover), Fabian Pirrone (Hamburg)

Teamchef Matthias Möller fand nach dem Rennen lobende Worte für die Moral der Truppe und die sportliche Entwicklung: „Wir haben bereits beim Test am Freitag sehr wichtige Erkenntnisse gewonnen, die uns wertvolle Daten für die kommenden Einsätze geliefert haben. Unser Talentpool-Auto mit der Startnummer 503 hat heute ein wirklich ordentliches Rennen abgeliefert und gezeigt, wie viel Potenzial in unseren Nachwuchsfahrerinnen steckt. Auch die anderen Fahrzeuge haben sich im dichten Verkehr gut geschlagen und wichtige Platzierungen eingefahren. Ein großes Kompliment muss man zudem den Organisatoren machen – die Präsenz von Max Verstappen hat für volle Zuschauerränge gesorgt, was dem gesamten Motorsport am Ring einfach nur gut tut. Dass wir mit der Startnummer 146 aufgrund des unverschuldeten Unfalls nicht starten konnten, schmerzt natürlich sehr, zumal wir mit dem Einsatz von eFuels ein wichtiges Zeichen für die nachhaltige Zukunft des Sports setzen wollten. Aber wir lassen den Kopf nicht hängen: Fabienne ist wohlauf, und das ist das Wichtigste.“ Mit diesem Kampfgeist blickt das gesamte Team nun bereits auf die nächste Veranstaltung am 11. April, um erneut in der „Grünen Hölle“ anzugreifen.

#503 Toyota Supra (VT2-RWD), Siri Hökfelt (Schweden), Elena Egger (München), Carmen Kraav (Estland)

Quelle: WS RACING GMBH
Fotos: Gruppe C Photography

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