Michelin 12H Nürburgring 2026 | Rennen

  • Michelin 12H Nürburgring 2026
  • GP-Strecke, 5137 m

Zeitplan "Michelin 12H Nürburgring"*

Freitag, 3 Juli 2026
11:45-13:45 Uhr Michelin 24H SERIES | Freies Training | 60 min  
15:25-15:40 Uhr Michelin 24H SERIES | Zeittraining Session 1 - Klassen TCE, GT4, GTX & 992 | 15 min  
15:47-16:02 Uhr Michelin 24H SERIES | Zeittraining Session 2 - Klassen TCE, GT4, GTX & 992 | 15 min  
16:09-16:24 Uhr Michelin 24H SERIES | Zeittraining Session 3 - Klassen TCE, GT4, GTX & 992 | 15 min  
16:35-16:50 Uhr Michelin 24H SERIES | Zeittraining Session 1 - Klasse GT3 | 15 min  
16:55-17:10 Uhr Michelin 24H SERIES | Zeittraining Session 2 - Klasse GT3 | 15 min  
17:15-17:30 Uhr Michelin 24H SERIES | Zeittraining Session 3 - Klasse GT3 | 15 min  
Samstag, 4 Juli 2026
11:20 Uhr Michelin 24H SERIES | Startaufstellung  
12:00-18:00 Uhr Michelin 24H SERIES | Rennen Teil 1 - Michelin 12H Nürburgring 2026 | 6 Stunden  
Sonntag, 5 Juli 2026
11:20 Uhr Michelin 24H SERIES | Startaufstellung  
12:00-18:00 Uhr Michelin 24H SERIES | Rennen Teil 2 - Michelin 12H Nürburgring 2026 | 6 Stunden  

GetSpeed gewinnt Premiere der 12h Nürburgring

  • GetSpeed Team JR286 feiert ersten Gesamtsieg in der Michelin 24H Series
  • Up2Race rettet Rang zwei nach spektakulärem GT3-Finale mit 0,4 Sekunden Vorsprung
  • Red Camel gewinnt turbulente 992-Wertung und übernimmt die Tabellenführung

Das GetSpeed Team JR286 hat die Premiere der Michelin 12H Nürburgring für sich entschieden. Tanner Harvey, Patrick Liddy, Jonathan Hirshberg und Steve Jans fuhren mit ihrem Mercedes-AMG GT3 EVO nach einem turbulenten Rennverlauf zum Gesamtsieg. Hinter den Siegern entwickelte sich ein spektakuläres Finale: Up2Race rettete im neuen Porsche 911 GT3 R (992) EVO gerade einmal 0,4 Sekunden Vorsprung auf Viper Niza Racing über die Ziellinie.

Für GetSpeed war der Erfolg gleich in mehrfacher Hinsicht etwas Besonderes. Das Team feierte seinen ersten Gesamtsieg in der Michelin 24H Series European Series und gewann gleichzeitig die GT3-AM-Wertung. Zudem übernahm die Mannschaft die Führung in der GT3-Gesamtwertung. Für die drei US-Amerikaner Harvey, Liddy und Hirshberg bekam der Triumph gemeinsam mit dem Luxemburger Jans am Independence-Day-Wochenende eine zusätzliche Bedeutung.

Turbulenter Auftakt in der GT3

Dabei deutete zunächst wenig auf einen souveränen GetSpeed-Erfolg hin. Mikaël Grenier hatte im Mercedes-AMG GT3 des GetSpeed Team PCX Racing mit der Startnummer 28 die Pole-Position erobert und verteidigte beim Start die Führung. Dahinter ging es von Beginn an eng zu. Joel Sturm im Proton-Porsche, Tim Heinemann im Up2Race-Porsche, Pierre Kaffer im Saintéloc-Audi und Jake Hill im Ferrari 296 GT3 EVO von Era Motorsport lieferten sich mit Grenier einen Kampf, der zeitweise eher an ein Sprintrennen als an einen Langstreckenklassiker erinnerte.

Für den zunächst führenden GetSpeed-Mercedes nahm das Rennen jedoch noch in der zweiten Stunde eine entscheidende Wendung. Jordan Boisson verlor bei einem Neustart nach einer Code-60-Phase die Kontrolle und schlug an der Boxengeraden in die Leitplanken ein. Zwar gelang die Reparatur, doch acht verlorene Runden beendeten die Hoffnungen auf den Gesamtsieg.

Auch der Mercedes-AMG von Ajith RedAnt Racing geriet in Schwierigkeiten. Ajith Kumar schlug nach vier Stunden in Kurve drei ein und sorgte für eine weitere Code-60-Phase.

Zu diesem Zeitpunkt hatte Proton Competition mit Manuel Lauck die Spitze übernommen. Hinter dem Porsche folgten der Mercedes-AMG von Viper Niza Racing und Up2Race. Kurz vor Ablauf der sechsten Stunde musste Lauck aufgrund einer Fehlkommunikation innerhalb kurzer Zeit zweimal die Box ansteuern. Dadurch übernahm Fabio Grosse im Up2Race-Porsche die Führung.

Unfall beendet Mühlners Hoffnungen

Der erste Rennabschnitt endete schließlich vorzeitig. Rund 40 Minuten vor dem geplanten Ende schlug Joshua Bednarski mit dem zu diesem Zeitpunkt in der 992-Klasse führenden Porsche von Mühlner Motorsport heftig in die Leitplanken von Kurve eins ein. Das Rennen wurde mit der roten Flagge unterbrochen. Bednarski blieb unverletzt, wurde anschließend aber vorsorglich im Krankenhaus untersucht.

Nach sechs Stunden führte Up2Race vor Proton Competition. Viper Niza Racing lag als Dritter ebenfalls noch in der Führungsrunde. Dahinter hatten sich ARC Bratislava mit dem Lamborghini Huracán GT3 EVO sowie Juta Racing mit dem Audi R8 LMS GT3 nach vorne gearbeitet. Der spätere Sieger GetSpeed Team JR286 ging lediglich als Sechster in die nächtliche Unterbrechung.

GetSpeed dreht am Sonntag auf

Bei deutlich kühleren Bedingungen wurde das Rennen am Sonntag fortgesetzt. An der Spitze kämpften Grosse und Sturm zunächst direkt gegeneinander, wobei sich der Proton-Pilot in der ersten Kurve durchsetzte. Gleichzeitig arbeitete sich Alex Aka im Audi von Continental Racing von Rang sieben bis auf Position vier nach vorne.

Zusätzliche Spannung brachte der angekündigte Regen. Ein erster kräftigerer Schauer setzte während der zweiten Rennstunde am Sonntag ein. Heinemann kam auf Slicks besonders gut mit den schwierigen Bedingungen zurecht und setzte sich zwischenzeitlich vor dem Viper-Niza-Mercedes an die Spitze. Der Regen verschwand allerdings ebenso schnell wieder, wie er gekommen war.

Während ARC Bratislava durch einen notwendigen Heckflügelwechsel aus dem Kampf um die vorderen Positionen zurückgeworfen wurde, arbeitete sich GetSpeed zunehmend nach vorne. In den letzten Rennstunden kontrollierte die Mannschaft das Geschehen schließlich und brachte den Mercedes-AMG mit einer Runde Vorsprung ins Ziel.

Schlussfahrer Tanner Harvey konzentrierte sich vor allem darauf, keinen Fehler mehr zu machen. Seine Teamkollegen hätten ihm ein perfektes Auto übergeben, erklärte der US-Amerikaner nach dem Rennen. Umso größer sei die Bedeutung des Erfolgs am Wochenende des 250. Jahrestags der USA gewesen.

Herzschlagfinale zwischen Porsche und Mercedes

Während der Sieg bereits entschieden war, blieb der Kampf um Platz zwei bis zur Zielflagge offen. Fabio Grosse musste sich im Up2Race-Porsche gegen Dominic Ang im Mercedes-AMG von Viper Niza Racing verteidigen – und das auf Reifen, die bereits 53 Runden absolviert hatten.

Ang machte auf frischen Michelin-Reifen in den Schlussminuten noch einmal mächtig Druck, kam am Porsche jedoch nicht mehr vorbei. Nach zwölf Rennstunden trennten die beiden Fahrzeuge gerade einmal 0,4 Sekunden. Grosse, Tim Heinemann und Oleksiy Kikireshko bescherten Up2Race damit bei seinem ersten Einsatz mit dem Porsche 911 GT3 R (992) EVO unmittelbar den zweiten Gesamtrang.

Ang, Melvin Moh und Douglas Khoo komplettierten für Viper Niza Racing das Podium. Der vierte Gesamtrang ging an Proton Competition. Manuel Lauck, Jörg Dreisow, Constantin Dressler und Joel Sturm sicherten sich damit zugleich den Sieg in der GT3-PRO-AM-Wertung.

Continental Racing belegte mit Alex Aka, Vasily Vladykin, Miguel Maria Garcia und Paul Scheuschner Gesamtrang fünf.

Red Camel profitiert vom Mühlner-Ausfall

Nicht weniger turbulent verlief das Rennen in der 992-Klasse. In der Anfangsphase kämpften der Mühlner-Porsche mit der Startnummer 921, HRT Performance (#928) und Red Camel-Jordans.nl (#909) nahezu auf Augenhöhe. Martin Rump führte zunächst von der Klassen-Pole, ehe James Kellett nach einem Fehler des Mühlner-Piloten vorbeiging.

In den folgenden Stunden wechselte die Führung mehrfach. Einen ersten Rückschlag erlitt Mühlner, als Bednarski vom Aston Martin Vantage AMR GT3 EVO von E2P Racing getroffen wurde. Trotz eines zusätzlichen Boxenstopps arbeitete sich der Porsche anschließend wieder an die Spitze zurück.

Der schwere Unfall kurz vor der Unterbrechung am Samstag bedeutete jedoch das endgültige Aus für die bis dahin starken Mühlner-Piloten und beendete die Hoffnungen auf den dritten Saisonsieg.

Red Camel-Jordans.nl startete am Sonntag als Führender in die zweite Rennhälfte. Dahinter lagen Seblajoux Racing, HRT Performance und Chazel Technologie Course ebenfalls noch in der Führungsrunde.

Doch auch für Red Camel wurde es noch einmal brenzlig. Bei einem Boxenstopp war das rechte Hinterrad nicht korrekt befestigt worden. Fabian Danz bemerkte die Warnungen zunächst nicht, weil sein Funkgerät beim Losfahren noch nicht angeschlossen war. Nach der heiklen Situation in der Boxengasse lief das Rennen für die Mannschaft jedoch ohne weitere größere Probleme.

Luc und Rik Breukers, ihr Vater Ivo Breukers sowie Fabian Danz feierten schließlich den zweiten 992-Klassensieg in Folge und übernahmen damit die Führung in der Punktewertung.

HRT Performance sicherte sich mit James Kellett, Steven Gambrell, Jonathan Kearney und Igor Sorokin Rang zwei und gleichzeitig den Sieg in der 992-AM-Wertung. Das 992-Podium komplettierten Antoni de Barn, Jean-Paul Dominichi und Jean-Mathieu Leandri für Chazel Technologie Course.

Not Only Motorsport dominiert TCE-TCX

In der TCE-TCX-Wertung war Not Only Motorsport das Maß der Dinge. Filippo Tornaghi, Gino Rocchio und Nathan Huet hatten sich mit ihrem Ligier JS2 R bereits am Samstag an die Spitze gesetzt. Zum Zeitpunkt der Rennunterbrechung betrug ihr Vorsprung allerdings lediglich eine Runde.

Am Sonntag baute das Trio die Führung weiter aus. Technische Probleme sorgten gegen Rennende noch einmal für Schrecksekunden, als der Ligier mehrfach auf der Strecke stehen blieb. Das Fahrzeug ließ sich jedoch jedes Mal wieder starten. Am Ende gewann Not Only Motorsport die Klasse mit vier Runden Vorsprung.

Rang zwei ging an den Porsche 718 Cayman GT4 CS von asBest Racing mit Cesar Fonseca, Silas Passos und Alexandre Dante.

Klassensiege für Hofor und KEO Racing

In der GT4-Klasse war Hofor Racing by Bonk Motorsport ohne direkten Klassenkonkurrenten unterwegs. Michael Bonk, Martin Kroll, Claudia Hürtgen und Elia Weiss absolvierten mit ihrem BMW M4 GT4 EVO die zwölf Rennstunden erfolgreich und sicherten sich den Klassensieg.

Auch in der GTX-Wertung stand nur ein Fahrzeug am Start. Für KEO Racing wurde das Nürburgring-Wochenende dennoch zur Herausforderung. Der Ligier JS2 RS von Adrian Kunzle und Debütant Kevin Madsen verlor am Samstag durch Getriebe- und Elektrikprobleme zahlreiche Runden. Am Sonntag nahm das Team das Rennen aus der Boxengasse wieder auf und brachte den Ligier schließlich ins Ziel.

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Quelle: 24h-Series