Teilnehmerboom bei den 24h Nürburgring

  • 161 Fahrzeuge: Größtes 24h-Starterfeld seit 2014
  • Formel-1-Weltmeister Max Verstappen führt hochkarätiges Mercedes-AMG-Aufgebot an
  • Spitzengruppe mit neun Herstellern und 49 Fahrzeugen garantiert Action und Spannung

28.04.2026 | Die ADAC RAVENOL 24h Nürburgring werden ihrem Ruf als Motorsport-Festival der Superlative in diesem Jahr mehr als gerecht: Mit 161 genannten Fahrzeugen wird es das größte Starterfeld seit über zehn Jahren geben – zuletzt waren 2014 mit 165 Fahrzeugen noch mehr Teams beim Langstrecken-Klassiker in der Grünen Hölle vertreten. Weil der Ansturm der Teams so groß ist, wird sogar die Ausschreibung angepasst, die das Feld ursprünglich auf 150 Teilnehmer beschränkte. Möglich wird das auch, weil viele Rennteams ihren Platzbedarf beschränken und so Platz für die Konkurrenten und Kollegen machen. Der erste Blick auf die Starterliste verspricht extreme Leistungsdichte mit neun GT3-Herstellern und über 40 Fahrzeugen in der Topklasse. Zugleich lebt das Rennen auch 2026 von dem, was die 24h Nürburgring seit jeher ausmacht: echtem Multiclass Racing, bei dem Weltstars, Werkspiloten und Nordschleifen-Spezialisten ebenso vertreten sind wie ambitionierte Privatfahrer. Tickets, Infos und alles Wissenswerte zum Event gibt es auf www.24h-rennen.de.

Mit Max Verstappen steht ein prominenter Debütant besonders im Fokus. Der Formel-1-Weltmeister ist mit seinem Mercedes-AMG Team Verstappen Racing am Start, in dem er sich den Mercedes-AMG GT3 mit Lucas Auer, Jules Gounon und Daniel Juncadella teilt – drei Teamkollegen, die sowohl mit ihrer Erfolgsstatistik als auch mit ihrer Nordschleifen-Expertise zur absoluten Spitze gehören. Gemeinsam formiert sich damit ein Aufgebot, das für viele Konkurrenten zur Benchmark werden dürfte. Auch der bisherige Saisonverlauf auf der Nordschleife unterstreicht das Potenzial: Beim NLS-Auftakt war das Team zunächst siegreich, ehe eine Disqualifikation den Erfolg wieder kostete; bei den Qualifiers Mitte April wurde die Vorbereitung mit weiteren Führungskilometern fortgesetzt, bevor ein technischer Defekt zum Ausfall führte.

Weltklassepiloten in der Spitzengruppe

Auch jenseits des Verstappen-Autos ist die Spitze 2026 herausragend besetzt. In den Topklassen SP9, SP-Pro, SP-X und AT1 stehen zusammen 49 Fahrzeuge, die zugleich um die begehrten Plätze im dreistufigen Top-Qualifying kämpfen. Der Kampf um die besten Startpositionen wird damit in diesem Jahr extra-brisant, und schon im Zeittraining ist der Druck enorm. Schließlich ist im „24h-Sprint“, zu dem sich der Langstreckenklassiker entwickelt hat, die gute Startposition wichtiger denn je, wenn man um den Gesamtsieg mitkämpfen will. Die Titelverteidiger von Rowe-BMW schicken in diesem Jahr zwei ihrer BMW M4 GT3 auf die Jagd nach dem Sieg – im Cockpit jeweils ein Aufgebot von Top-Werkspiloten. Ebenso stark besetzt sind die Markenkollegen von Schubert, die das BMW-Aufgebot komplettieren. Bei Porsche bildet erneut Manthey die Speerspitze und schickt den „Grello“ #911 mit Kévin Estre, Thomas Preining und Ayhancan Güven ins Rennen – damit sitzen dort gleich zwei DTM-Champions im Auto. Preining sicherte sich den Titel 2023, Güven krönte sich 2025 zum Champion. Estre wiederum gewann die 24h Nürburgring 2021 im Manthey-Porsche. Auch die Sieger der 24h Qualifiers, Scherer PHX (Audi) sind vertreten, Abt (Lamborghini), Walkenhorst (Aston Martin), Dinamic und Lionspeed (Porsche), HRT (Ford) und weitere Spitzenteams bringen Fahreraufgebote an den Ring, die kaum Wünsche offenlassen.

Neun Hersteller in der Topklasse, Spannung im gesamten Feld

Die enorme Qualität an der Spitze spiegelt sich auch in der Markenvielfalt wider. Mit Aston Martin, Audi, BMW, Ferrari, Ford, Lamborghini, McLaren, Mercedes-AMG und Porsche sind neun Hersteller in der Topklasse vertreten. Dazu kommen insgesamt 22 weitere Klassen, in denen ebenfalls um Siege, Podien und Prestige gefahren wird. Außerhalb der Topgruppe wird es besonders bei den GT4 in der SP10 (13 Starter) sowie in den beiden Porsche-Cup-Klassen (Cup 2 mit 11 Startern und Cup 3 mit 17 Startern) spannend. Und so zeigt sich, dass das Salz in der Suppe der 24h Nürburgring die Vielfalt ist: Während vorne um den Gesamtsieg gekämpft wird, entstehen quer durch das Feld die vielen weiteren Geschichten, die das Rennen so einzigartig machen.

Riesen-Starterfeld – möglich dank Teamgeist

Dass 2026 überhaupt 161 Fahrzeuge an den Start gehen können, ist keine Selbstverständlichkeit. Denn die Ausschreibung sah bislang maximal 150 Fahrzeuge vor – vor allem, weil die Platzverhältnisse im Fahrerlager und in den Boxen den Anforderungen der Teams kaum noch gerecht werden: Wo früher vielen Teams ein Werkstattzelt für den kompletten Service reichte, stehen heute die Trucks aufgereiht. Um dennoch allen genannten Teilnehmern eine Startmöglichkeit zu geben, waren in den vergangenen Tagen intensive Abstimmungen nötig. Mitarbeiter des ADAC Nordrhein suchten in Gesprächen mit zahlreichen Teams Lösungen, ordneten Flächen neu und hinterfragten jeden Quadratmeter, der als Platzbedarf angemeldet war. So wurde mit viel Kleinarbeit der Weg freigemacht, das Riesen-Starterfeld zuzulassen. „Wir freuen uns sehr über die außergewöhnliche Resonanz auf die ADAC RAVENOL 24h Nürburgring 2026“, sagt Rennleiter Walter Hornung. „Dass wir dieses große und hochkarätige Feld an den Start bringen können, ist nur möglich, weil viele Teams kooperativ mitgezogen haben. Dafür möchte ich mich ausdrücklich bedanken. Hier zeigt sich der besondere Geist der Langstrecken-Community an der Nordschleife: Vom Weltstar bis zum Privatpiloten ziehen alle an einem Strang, weil jeder Teil dieses besonderen Rennens sein will.“


Quelle und Fotos: ADAC Nordrhein Sportpresse