1. Int. Eifelrennen 1927

1. Int. Eifelrennen 1927
  • Eifelrennen
  • Veranstalter: A.D.A.C., München
  • Gesamtstrecke, 28265 m

17. bis 19. Juni 1927

Nürburgring-Eröffnung 1927: Caracciola und Bauhofer setzen die ersten Bestzeiten

  • Toni Bauhofer erzielt am Samstag die beste Motorradzeit.
  • Rudolf Caracciola gewinnt am Sonntag die Sportwagenklasse über fünf Liter.
  • Regen vor dem Wagenstart, Führungswechsel, Defekte und ein schwerer Überschlag prägen das Eröffnungswochenende.

Mit dem Eifelrennen am 18. und 19. Juni 1927 wurde der Nürburgring als neue Gebirgs- und Prüfungsstrecke im Kreis Adenau eröffnet. Auf die Einsegnung und eine Besichtigungsfahrt für Ehrengäste folgten am Samstag zwei Motorradrennen, am Sonntag das gemeinsame Rennen der Sport- und Rennwagen. Etwa 85.000 Zuschauer verfolgten die Eröffnung. Sportlich setzten Toni Bauhofer auf BMW bei den Motorrädern und Rudolf Caracciola auf Mercedes-Benz bei den Wagen die markantesten Bestzeiten des Wochenendes.

Einsegnung, Eröffnungsfahrt und ein voller Start- und Zielplatz

Am 18. Juni wurde der Nürburgring vor dem ersten Rennen feierlich eingesegnet. Pfarrer Gundershausen aus Nürburg nahm die Einsegnung in Gegenwart des Landrates Dr. Kreutz und der Kreisbeiräte vor. Anschließend führte eine Besichtigungsfahrt die Ehrengäste über die Renn- und Prüfungsstraße.

Der erste Renntag brachte zugleich die ersten organisatorischen Belastungsproben. Die Nummerntafel arbeitete nicht wie vorgesehen, und auch auf der Pressetribüne lief noch nicht alles reibungslos. Das Publikumsinteresse war dennoch groß: Im Lauf des Nachmittags füllten sich Tribünen und Stehplätze zunehmend. Für die Eröffnungsveranstaltung werden insgesamt etwa 85.000 Zuschauer genannt; die Eintrittspreise reichten von zwei Reichsmark für einen Streckenplatz bis zu 200 Reichsmark für einen Logenplatz.

Zeitplan*

Freitag, 17. Juni 1927
ab 12 Uhr Ankunft der Plakettenfahrer | Landratsamt in Adenau
18:00 Uhr Fahrerbesprechung der Motorradfahrer | Tribünenrestaurant Start- und Zielplatz
20:00 Uhr Platzkonzert | Marktplatz Adenau
20:30 Uhr Festabend für geladene Gäste von der Stadt Koblenz | Kasino Koblenz
21:00 Uhr Zusammenkunft der Plakettenfahrer | Hotel "Eifeler Hof", Adenau
Samstag, 18. Juni 1927
10:00 Uhr Ankunft der Ehrengäste von Koblenz | Start- und Zielplatz
10:15 Uhr Feierliche Eröffnung des Nürburgring
11:30 Uhr Besichtigungsfahrt für die Ehrengäste über die Renn- und Prüfungsstraße
12:30 Uhr Freiübungen von 1000 Turnern und Sportlern des Ausschusses für Leibesübungen, Köln
13:30 Uhr Frühstück | Tribünenrestaurant
14:30 Uhr Beginn der Motorradrennen
17:30 Uhr Fahrerbesprechung Renn- und Sportwagen | Tribünenrestaurant
19:00 Uhr Festessen für die von der Verwaltung des Nürburgring geladenen Ehrengäste | Hotel "Eifeler Hof" Adenau
20:00 Uhr Platzkonzerte an verschiedenen Unterkunftsorten
20:30 Uhr Illumination von Adenau, Bergfeuer und Feuerwerk
Sonntag, 19. Juni 1927
08:00 Uhr Festgottesdienst | Adenau
10:00 Uhr Start der Sport- und Rennwagen
17:00 Uhr Bekanntgabe der offiziellen Resultate | Start- und Zielplatz
17:30 Uhr Freigabe des Nürburgring für allgemeine Besichtigungsfahrten
19:00 Uhr Festessen für die vom ADAC geladenen Ehrengäste | Kurhaus Bad Neuenahr
21:00 Uhr Preisverteilung und Festball in den Räumen der Kurverwaltung

Die Rennen im Detail

Motorräder bis 175 ccm: Sprung übernimmt nach Müllers Motordefekt

In der kleinsten Soloklasse starteten zwölf Fahrer. Müller aus Zschopau setzte sich auf DKW zunächst an die Spitze und wechselte sich in den ersten drei Runden mit Geiß aus Pforzheim, ebenfalls auf DKW, mehrfach in der Führung ab. In der vierten Runde kam Hans Sprung (Zschopau) auf DKW nach vorn. Als Müller mit Motordefekt ausfiel, sicherte sich Sprung den Klassensieg.

Geiß belegte Rang zwei, Henkelmann aus Wanne wurde Dritter, Heyer aus Krefeld auf Puch Vierter. Alle Fahrer dieses ersten Motorradrennens hatten fünf Runden zurückzulegen.

Ergebnis Motorräder bis 175 ccm

 #TeamFahrer, OrtWagenRundenGesamt (h)Schnitt (km/h)
1.     Hans Sprung, Zschopau DKW 5 1:48.58,2  
2.     Arthur Geiß, Pforzheim DKW 5 1:49:25,2  
3.     Willi Henkelmann, Wanne DKW 5 1:54:48,3  
4.     Heyer, Krefeld Puch 5 1:58:47  

Motorräder bis 250 ccm: NSU führt vom Start bis ins Ziel

In der 250-ccm-Klasse gingen sechzehn Fahrer ins Rennen. Der spätere Sieger auf NSU übernahm unmittelbar nach dem Start die Führung und brachte sie ungefährdet ins Ziel. Um die weiteren Plätze wurde deutlich härter gekämpft. v. Krohn (Charlottenburg) auf BMW musste nach einem Ventilbruch aufgeben; Schumacher aus Aachen wurde Zweiter, Schäberle aus Stuttgart auf Vollblut-Jap Dritter.

Ergebnis Motorräder bis 250 ccm

 #TeamFahrer, OrtWagenRundenGesamt (h)Schnitt (km/h)
1.     W. Glöckler, Frankfurt NSU 5 1:53.32,1  
2.     Schumacher, Aachen Rush 5 1:56:35,2  
3.     Schäberle, Stuttgart Vollblut-Jap 5 2:01:55,3  

Motorräder bis 350 ccm: Ulmen entscheidet die letzte Runde

Bei den 350ern führte zunächst Adam aus München auf Excelsior. Paetzold (Köln) übernahm anschließend mit seiner Sunbeam die Spitze, konnte sie aber nicht bis ins Ziel verteidigen. In der letzten Runde zog Toni Ulmen (Düsseldorf) auf Velocette vorbei und gewann die Klasse. Paetzold wurde Zweiter, Schwarz aus Koblenz auf Ardie-Jap Dritter.

Im ersten Motorradrennen ereigneten sich drei Stürze. Sie verliefen überwiegend glimpflich; Scherrer auf NSU erlitt eine Gehirnerschütterung.

Ergebnis Motorräder bis 350 ccm

 #TeamFahrer, OrtWagenRundenGesamt (h)Schnitt (km/h)
1.     Toni Ulmen, Düsseldorf Velocette 5 1:40.51,0  
2.     Erich Paetzold, Köln Sunbeam 5 1:41.02,3  
3.     Schwarz, Koblenz* Ardie-Jap 5 2:06.29  

Motorräder bis 500 ccm: Bauhofer fährt die Bestzeit des Samstags

Im zweiten Motorradrennen standen die stärkeren Solomaschinen und die Seitenwagenklassen gemeinsam auf dem Programm. Toni Bauhofer (München) setzte sich auf BMW sofort an die Spitze seiner Kategorie. Seine erste Runde absolvierte er in 18:31·4; bereits in der zweiten Runde hatte er die Seitenwagenmaschinen eingeholt, die vier Minuten vor ihm gestartet waren.

Köppen hatte offenbar mit technischen Problemen und Fehlzündungen zu kämpfen und gab später auf. Zündorff aus Köln erreichte trotz eines Sturzes, bei dem er sich überschlug, Rang zwei. In der dritten Runde stürzte Hammerschmidt auf BMW in der Karussellkurve schwer und musste das Rennen beenden. Bauhofer blieb der schnellste Motorradfahrer des Tages.

Ergebnis Motorräder bis 500 ccm

 #TeamFahrerWagenRundenGesamt (h)Schnitt (km/h)
1.     Toni Bauhofer BMW 6 1:53.31,4 89,2
2.     Ernst Zündorf DKW 6 1:57.46,2  

Motorräder bis 750 ccm: Die Führung wechselt früh

In der 750-ccm-Klasse führte zunächst Henne (München) auf BMW. Schon in der zweiten Runde übernahm Hobelmann auf Imperia die Spitze. Hans Theisen auf Tornax arbeitete sich nach einem Kampf mit Müller aus Köln auf Sarolea nach vorn und ging schließlich in Führung. Hobelmann wurde Zweiter.

Ergebnis Motorräder bis 750 ccm

 #TeamFahrerWagenRundenGesamt (h)Schnitt (km/h)
1.     Hans Theisen Tornax 6 2:18.33,1  
2.     Hobelmann Imperia 6 2:20.42,4  

Motorräder über 750 ccm: Rüttchen profitiert vom Umschwung in Runde vier

Bei den größten Solomaschinen lag Giggenbach (Mühldorf) auf Bayernland zunächst sicher vor Paul Rüttchen (Erkelenz) auf Harley-Davidson. In der vierten Runde änderte sich die Reihenfolge; Giggenbach fiel zurück und wurde auch von Boivin aus Neus auf New-Imperial-Jap verdrängt. Rüttchen gewann vor Boivin.

Ergebnis Motorräder über 750 ccm

 #TeamFahrerWagenRundenGesamt (h)Schnitt (km/h)
1.     Paul Rüttchen Harley-Davidson 6 2:03.25,4  
2.     Lucien Boivin New-Imperial 6 2:08.14,6  

Seitenwagen bis 600 ccm: Kürten behauptet den Klassensieg

Bei den kleineren Seitenwagenmaschinen lag Heinz Kürten lange an der Spitze, verfolgt von Seelos (Spandau) auf D-Rad. In der letzten Runde rückte Prybylski aus Spandau auf D-Rad nach vorn in die Spitzengruppe. Im Ergebnis wurde Kürten als Sieger vor Prybylski geführt.

Ergebnis Seitenwagen bis 600 ccm

 #TeamFahrerWagenRundenGesamt (h)Schnitt (km/h)
1.     Heinz Kürten Andres 6 2:16.32,0  
2.     Prybylski D-Rad 6 2:31.25,6  

Seitenwagen bis 1000 ccm: Vise führt vom Beginn an

Friedrich Vise (Aachen) übernahm auf Harley-Davidson von der ersten Runde an die Führung. Hinter ihm lag zunächst Dobler aus Stuttgart auf New-Imperial, später folgte Scharrenbroich auf Rang zwei. Nach einem schweren Sturz Scharrenbroichs in der fünften Runde rückte Rosenbaum auf Imperia auf den zweiten Platz vor.

Ergebnis Seitenwagen bis 1000 ccm

 #TeamFahrerWagenRundenGesamt (h)Schnitt (km/h)
1.     Friedrich Vise Harley-Davidson 6 2:18.10,3  
2.     Rosenbaum Imperia 6    

Wagenrennen: Regen vor dem Start, trockene Rennphase

  • Distanz Sportwagenrennen: 12 Runden = 339,180 km
  • Distanz Rennwagenrennen: 14 Runden = 395,710 km
  • Klassen Wagenrennen: 10

Der Sonntag begann unter schwierigen Bedingungen. Bei kaltem und stürmischem Wetter regnete es kurz vor dem für 10 Uhr vorgesehenen Start stark. Als die Fahrer wenige Minuten nach 10 Uhr zum Start gingen, ließ der Regen nach. Während des Rennens blieb es trocken, die Strecke war zu Beginn jedoch noch nass.

42 Wagen standen am Start. Sie waren in zehn Gruppen eingeteilt und wurden in Abständen von jeweils 1,5 Minuten auf die Strecke geschickt. Christian Werner auf dem Zweiliter-Mercedes-Benz-Rennwagen und Momberger auf Bugatti setzten in ihren Klassen früh das Tempo; bei den großen Sportwagen bestimmten Caracciola und Rosenberger auf Mercedes-Benz das Bild. Der aus dem Mercedes-Benz Modell K entwickelte Typ S (für "Sport") hat einen 6,8-l-Motor mit einer Leistung von 120 PS / 88 kW ohne und 180 PS / 132 kW mit Kompressor. Bei den Rennwagen gewann August Momberger auf Bugatti.

Vor dem Start des Eröffnungsrennens auf dem Nürburgring, 19. Juni 1927. Von links: Der spätere Sieger Rudolf Caracciola (#1), Adolf Rosenberger (#2) — beide auf Mercedes-Benz Typ S — sowie ganz …
Vor dem Start des Eröffnungsrennens auf dem Nürburgring, 19. Juni 1927. Von links: Der spätere Sieger Rudolf Caracciola (#1), Adolf Rosenberger (#2) — beide auf Mercedes-Benz Typ S — sowie ganz rechts Privatfahrer Rittmeister von Mosch (#3) auf Mercedes-Benz Modell K.

Unfall in der noch nassen Anfangsphase

Die anfangs nasse Strecke sorgte für mehrere kritische Situationen. Besonders schwer verlief eine Kollision mit den beiden Hanomag-Fahrern Höpfner und Wery. Beide wurden von hinten angefahren; Gräfin Einsiedel, die unmittelbar dahinter lag, wurde ebenfalls in die Situation verwickelt. Höpfners Wagen überschlug sich dreimal. Der Fahrer wurde mit Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht.

Abgesehen davon blieb das Wagenrennen von weiteren Unfällen verschont. Auch technische Defekte spielten eine Rolle: Kimel auf Bugatti brach einen Achsschenkel und konnte seine zweite Runde nicht beenden. Die beiden Renntage zeigten zugleich, wie stark Kurvenverhalten und Steigfähigkeit auf der neuen Strecke ins Gewicht fielen.

Sieger #1, Rudolf Caracciola,
Daimler-Motoren-Gesellschaft,
Mercedes-Benz S,
12 Runden, 3:33:21.000 h = 96.500 km/h
Schnellste Runde #1, Rudolf Caracciola,
Daimler-Motoren-Gesellschaft,
Mercedes-Benz S
17:11.000 min

Gesamtergebnis Wagenrennen Plätze 1 bis 5

 #Kls.TeamFahrerFahrzeugRundenZeit (h)Schnitt (km/h)Schn.-Rnd. (min)
1. 1 Sp. +5 Daimler-Motoren-
Gesellschaft
Rudolf Caracciola Mercedes-Benz S 12 3:33.21,0 96.5 17:11
2. 2 Sp. +5 Daimler-Motoren-
Gesellschaft
Adolf Rosenberger Mercedes-Benz S 12 3:50.24,2   17:26
3.   Sp. 5 Privat Graf Eckhart von Kalnein Bugatti T43 12 3:58.11,4 85.6 19:00
4.   Sp. 5 Österreichische
Daimler AG
Hans Stuck Austro-Daimler ADR 12 4:06.05,2   19:38
5.   Sp. 5 Steyr-Werke AG Gräfin Margot Einsiedel Steyr VI Klausen 12 4:09.27,0   18:23

Sportwagen über 5 Liter: Caracciola vor Rosenberger

Rudolf Caracciola fuhr die erste Runde in 17:54 und die letzte in 17:24. Im Verlauf des Rennens musste er ebenso wie Christian Werner Reifen wechseln und tanken. Caracciola beendete seine zwölf Runden in 3:33:21·0 Stunden und erreichte einen Schnitt von 96,5 km/h. Adolf Rosenberger folgte als Zweiter, O. v. Mosch als Dritter.

Für Caracciola war es zugleich die beste Zeit aller Wagen. Die Startaufstellung ist für die drei Mercedes-Benz-Fahrer mit den Nummern 1 für Caracciola, 2 für Rosenberger und 3 für v. Mosch überliefert.

Ergebnis Sportwagen über 5 Liter

 #TeamFahrerWagenRundenGesamt (h)Schnitt (km/h)
1. 1 Daimler-Motoren-Gesellschaft Rudolf Caracciola Mercedes-Benz S 12 3:33.21,0 96,5
2. 2 Daimler-Motoren-Gesellschaft Adolf Rosenberger Mercedes-Benz S 12 3:50.24,2 88,8
3. 3   O. v. Mosch Mercedes-Benz K 12 4:09.04,0 82,2

Sportwagen 2 bis 5 Liter: Kalnein vor Stuck und Einsiedel

Graf Eckhart von Kalnein gewann auf Bugatti die Sportwagenklasse von zwei bis fünf Litern. Hans Stuck folgte auf Austro-Daimler, Gräfin Margot Einsiedel wurde auf Steyr Dritte. Kalnein erreichte einen Schnitt von 85,6 km/h.

Ergebnis Sportwagen 2 bis 5 Liter

 #TeamFahrerWagenRundenGesamt (h)Schnitt (km/h)
1.   Privat Graf Eckhart von Kalnein Bugatti T43 12 3:58.11,4 85,6
2.   Österreichische Daimler AG Hans Stuck Austro-Daimler ADR 12 4:06.05,2 83,2
3.   Steyr-Werke AG Gräfin Margot Einsiedel Steyr VI Klausen 12 4:09.27,0 82,2

Sportwagen bis 2 Liter: Simons gewinnt auf OM

Hans Simons gewann die Zweiliter-Sportwagenklasse auf OM vor Hans Santner, ebenfalls auf OM. Heinrich Wilhelm Beck wurde auf Bugatti Dritter.

Ergebnis Sportwagen bis 2 Liter

 #TeamFahrerWagenRundenGesamt (h)Schnitt (km/h)
1.     Hans Simons O.M. 12 4:11.18,1 81,2
2..     Hans Santner O.M. 12 4:20.14,3 78,7
3.     Heinrich Wilhelm Beck Bugatti 12 4:33.05,3 74,95

Sportwagen bis 1,5 Liter: Andreae vor Seibel

In der 1,5-Liter-Klasse wurden zwei Fahrer gewertet. Carl Walther Andreae gewann auf Bugatti vor Willy Seibel, ebenfalls auf Bugatti.

Ergebnis Sportwagen bis 1,5 Liter

 #TeamFahrerWagenRundenGesamt (h)Schnitt (km/h)
1.     Carl Walther Andreae Bugatti T37 12 4:22.37,2 78,5
2.     Willy Seibel Bugatti 12 4:47.45,2 71,0

Sportwagen bis 1,1 Liter: Pluto vor Opel und Amilcar

Den Sieg in der kleinsten Sportwagenklasse holte ein Pluto. E. Doerper wurde auf Opel Zweiter, Hans Joachim von Morgen auf Amilcar Dritter.

Ergebnis Sportwagen bis 1,1 Liter

 #TeamFahrerWagenRundenGesamt (h)Schnitt (km/h)
1.     Robert Glockenbach Pluto 12 4:29.50,1 75,8
2.     E. Dörper Opel 12 4:35.48,1 74,1
3.     Hans Joachim von Morgen Amilcar 12 5:01:05,0 68,1

Rennwagen bis 5 Liter: Momberger gewinnt auf Bugatti

August Momberger gewann die Rennwagenklasse bis fünf Liter auf Bugatti. Im Rennverlauf gehörte er zu den Fahrern, die Runde um Runde mit hohem Tempo an den Tribünen vorbeikamen. Als Werner und Caracciola zum Reifenwechsel und Tanken anhielten, holte Momberger zeitweise deutlich auf.

Ergebnis Rennwagen bis 5 Liter

 #TeamFahrerWagenRundenGesamt (h)Schnitt (km/h)
1.     August Momberger Bugatti T35B 14 4:39.00,1 85,45

Rennwagen bis 2 Liter: Werner setzt das Tempo

Christian Werner ging mit dem Zweiliter-Mercedes-Benz-Rennwagen früh an die Spitze seiner Klasse. Ein besonders enger Moment entstand, als Werner und Heußer auf Steyr nebeneinander an den Tribünen vorbeifuhren. Heußer lag nach der ersten großen Schleife vorn, fuhr anschließend jedoch langsam in die Abzweigung und gab das Rennen auf.

Werner musste im weiteren Verlauf Reifen wechseln und tanken. Momberger kam dadurch näher, doch Werner machte den Zeitverlust auf den Geraden wieder wett und gewann seine Klasse.

Ergebnis Rennwagen bis 2 Liter

Position#TeamFahrerWagenRundenGesamt (h)Schnitt (km/h)
1     Christian Werner Mercedes-Benz GP-Kompressor 14 4:17:07,2 92,8

Rennwagen bis 1,5 Liter: Müller gewinnt, Cleer startet stark

In dieser Klasse setzte sich Cleer aus Frankfurt am Main auf Bugatti zu Beginn gegen Müller auf NSU an die Spitze und behauptete die Führung zunächst über mehrere Runden. Im Endergebnis gewann Josef Müller auf NSU vor C. von Einem auf Bugatti. Platz drei ging an einen weiteren Bugatti.

Ergebnis Rennwagen bis 1,5 Liter

Position#TeamFahrerWagenRundenGesamt (h)Schnitt (km/h)
1     Josef Müller NSU 14 4:45.39.1 83,7
2     C. von Einem Bugatti 14 4:50.01,3 82,2
3     Willy Claer Bugatti 14 4:51:01,0 81,95

Rennwagen bis 1,1 Liter: Lüning fährt trotz Getriebeschaden ins Ziel

Jule von Krohn gewann auf Amilcar die Rennwagenklasse bis 1,1 Liter. F. Lüning (Hamburg) hielt mit einem Fiat dagegen, rückte im Rennverlauf bis an die Spitze der Klasse vor und brachte den Wagen trotz Getriebeschadens ins Ziel. In der Wertung blieb Rang zwei.

Ergebnis Rennwagen bis 1,1 Liter

Position#TeamFahrerWagenRundenGesamt (h)Schnitt (km/h)
1     Jule von Krohn Amilcar 14 5:14.25,3 65,2
2     F. Lüning Fiat 14 5:31.10,4 61,7

Rennwagen bis 750 ccm: Butenuth gewinnt die kleinste Klasse

Hellmut Butenuth gewann die Rennwagenklasse bis 750 ccm. Seine Gesamtzeit betrug 5:36:19·4 Stunden, der angegebene Durchschnitt 60,6 km/h.

Ergebnis Rennwagen bis 750 ccm

Position#TeamFahrerWagenRundenGesamt (h)Schnitt (km/h)
1     Hellmut Butenuth Hanomag 14 5:36.19,4 60,6

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Text: Christoph de Haar
Fotos:
Daimler AG
Quellen und Literatur:

Allgemeine Automobil-Zeitung, Nr. 13, 1927, S. 29–32: „Die Eröffnung des Nürburgringes“
racingsportscars.com (abgerufen am 16.11.2017)
kolumbus.fi/leif.snellman (abgerufen am 16.11.2017)
Programmheft "40. Int. ADAC-Eifelrennen", 1977
Peter Higham: Guinness Guide To International Motor Racing, Guinness Publishing Ltd., ISBN 0-85112-642-1
Behrndt, M.; Födisch, J.-T.; Behrndt, Ma.: ADAC Eifelrennen, Heel Verlag GmbH, 2009, ISBN 978-3-86852-070-5
*Schwarz, gewertet, siehe Allgemeine Automobil-Zeitung, Nr. 13, 1927, S. 30

1. Int. Eifelrennen 1927