Führung in der SP9-AM: Motorschaden stoppt Juta Racing

Veedol Audi R8 LMS EVO 2
  • Juta Racing führte die SP9-AM-Wertung und war bester Audi im Feld.
  • Erhart, „Selv“ und Veremenko kämpften sich nach frühem Rückschlag zurück.
  • Ein Motorschaden stoppte den Audi dreieinhalb Stunden vor Rennende.

19.05.2026 | Beim 54. ADAC RAVENOL 24h-Rennen Nürburgring am 16. und 17. Mai 2026 blieb der starke Auftritt von Juta Racing letztlich ohne zählbaren Erfolg. Vor der Rekordkulisse von 352.000 Zuschauern überzeugten Elia Erhart, „Selv“ und Alexey Veremenko im Veedol Audi R8 GT3 EVO II über weite Strecken mit einer fehlerfreien und konkurrenzfähigen Vorstellung. Das Trio führte zwischenzeitlich die SP9-AM-Kategorie an und hatte sich zudem als bester Audi im Gesamtklassement etabliert, ehe ein Motorschaden in der Schlussphase das vorzeitige Aus bedeutete.

Rückschlag nach starkem Beginn

Für die Mannschaft begann der Langstreckenklassiker vielversprechend. Erhart, „Selv“ und Veremenko nahmen das Rennen von Rang drei in der SP9-AM-Klasse auf und lagen damit auf Gesamtrang 38 des 161 Fahrzeuge starken Feldes. Besonders für Erhart wurde das Wochenende zu einem emotionalen Erlebnis, denn erstmals durfte der Röttenbacher die Einführungsrunde und den Start des Eifelklassikers übernehmen.

Die Anfangsphase verlief zunächst planmäßig. Der Audi konnte sich früh nach vorne arbeiten, ehe ein notwendiger Bremsenwechsel die Mannschaft zurückwarf. Durch die Reparatur verlor Juta Racing rund zwei Runden, doch auch die direkte Konkurrenz blieb nicht von Problemen verschont. Dadurch gelang es dem Fahrertrio, den Anschluss an die Spitze wiederherzustellen.

Nach dem Werkstattaufenthalt entwickelte sich der Veedol Audi R8 GT3 EVO II mit der Startnummer 8 zu einem der konstantesten Fahrzeuge im Feld. Ohne weitere technische Auffälligkeiten arbeitete sich das Team im Verlauf der Nacht kontinuierlich nach vorne. Bis zum Sonnenaufgang hatten Erhart, „Selv“ und Veremenko nicht nur die Führung in der SP9-AM-Kategorie übernommen, sondern sich auch wieder bis in die Top 25 des Gesamtklassements vorgearbeitet.

Motorschaden beendet Hoffnungen auf den Klassensieg

Rund dreieinhalb Stunden vor dem Fallen der Zielflagge folgte jedoch die entscheidende Wendung. Ein Motorschaden zwang die Mannschaft dazu, den Audi in der Boxengasse abzustellen. Damit endete ein Auftritt, der bis dahin zu den überzeugendsten Vorstellungen eines Audi-Teams im Rennen gezählt hatte.

Entsprechend überwog nach dem Ausfall die Enttäuschung über die verpasste Chance auf den Klassensieg. Gleichzeitig blieb bei allen drei Fahrern die Erkenntnis, ein starkes Rennen gezeigt zu haben. Besonders die Atmosphäre entlang der Nordschleife hinterließ Eindruck.

„Der Ausfall ist natürlich extrem bitter, weil wir in der AM-Kategorie vorne lagen und den Klassensieg vor Augen hatten. Schade, aber so bitter kann Motorsport eben manchmal sein. Dennoch haben wir ein fantastisches Rennwochenende erlebt, für das ich mich herzlich bei Juta Racing, meinen Fahrerkollegen und natürlich den Fans rund um die Strecke bedanken möchte. Die Atmosphäre war einfach nur unglaublich, was auch der neue Zuschauerrekord beweist. Ein weiterer Dank geht an meine langjährigen Partner, die diesen Einsatz überhaupt erst möglich gemacht haben“, erklärte Erhart nach dem Rennen.

Besonders die Einführungsrunde blieb dem Franken nachhaltig in Erinnerung. Die Menschenmassen entlang der Strecke und die unmittelbare Nähe zu den Fans hätten den Start in das Rennen zu einem außergewöhnlichen Moment gemacht. Trotz des bitteren Endes nahm das Fahrertrio damit zahlreiche positive Eindrücke von der Nordschleife mit.


Foto: nordschleife1927.de/de Haar

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