- Giti Tire Motorsport by WS Racing startet mit vier Fahrzeugen bei den ADAC RAVENOL 24h Nürburgring
- Das „Girls only – Ready to rock the Green Hell“-Projekt setzt erneut auf ein rein weibliches Fahrerquartett im Porsche 911 GT3 Cup
- Rekordstarterfeld, nahezu ausverkaufte Zuschauerbereiche und wechselhafte Wetterprognosen erhöhen die Anforderungen zusätzlich
13.05.2026 | Wenn vom 14. bis 17. Mai 2026 die ADAC RAVENOL 24h Nürburgring ausgetragen werden, wartet auf Teams und Fahrer eine der anspruchsvollsten Ausgaben des Langstreckenklassikers der vergangenen Jahre. Mit 161 gemeldeten Fahrzeugen erlebt das Rennen das größte Starterfeld seit langer Zeit, während zehntausende Fans die Nordschleife bereits Tage vor dem Rennstart in eine dicht gefüllte Motorsportkulisse verwandeln. Mitten in diesem internationalen Teilnehmerfeld stellt sich auch WS Racing der Herausforderung und bringt unter dem Namen „Giti Tire Motorsport by WS Racing“ gleich vier Fahrzeuge an den Start.
Angeführt wird das Aufgebot vom Porsche 911 GT3 Cup mit der Startnummer 146. Das Fahrzeug steht erneut im Mittelpunkt des Projekts „Girls only – Ready to rock the Green Hell“, mit dem das Team seit mehreren Jahren gezielt Frauen im Motorsport fördert. Carrie Schreiner, Fabienne Wohlwend, Michelle Halder und Janina Schall teilen sich das Cockpit des Cup-Porsche, der zusätzlich mit dem umweltschonenden Kraftstoff von „German eFuel One“ eingesetzt wird. Für das Quartett stellt der Einsatz beim Saisonhöhepunkt eine besondere Herausforderung dar, da die Nordschleife mit ihrem dichten Verkehr und den langen Nachtstunden höchste Konzentration verlangt.

Neben dem Porsche setzt WS Racing zwei BMW M240i Racing Cup-Fahrzeuge ein. Die Startnummer 665 wird von Jan Ullrich, Ulf Steffens, Janik Reinhard und John van der Sanden pilotiert. Im Schwesterfahrzeug mit der Nummer 670 wechseln sich Dennis Garbe, MOTORSPORT-aktuell-Redakteur Michael Bräutigam sowie die beiden Franzosen Adrien Paviot und Nicolas Belgy ab. Komplettiert wird das Teamaufgebot durch einen Toyota Supra in der VT2-RWD-Klasse. Fabian Pirrone, Niklas Ehrhardt, Thomas Ehrhardt und Julia Ponkratz sollen mit dem japanischen Sportwagen um ein starkes Klassenergebnis kämpfen.

Konstanz wichtiger als Risiko
Die sportlichen Rahmenbedingungen fallen 2026 besonders anspruchsvoll aus. Neben dem außergewöhnlich großen Teilnehmerfeld erwarten Teams und Fahrer wechselhafte Wetterbedingungen, die auf der Nürburgring-Nordschleife traditionell zu zusätzlichen Schwierigkeiten führen. Unterschiedliche Streckenbedingungen, dichter Verkehr und die enorme Belastung für Material und Fahrer machen das Rennen zu einem Langstreckenwettbewerb, bei dem strategische Disziplin oft wichtiger ist als reine Geschwindigkeit.

Teamchef Matthias Möller hob im Vorfeld insbesondere die intensive Vorbereitung der Mannschaft hervor. Gemeinsam mit dem neuen Einsatzteam up2race habe man die vergangenen Monate genutzt, um die neuen Fahrzeuge Porsche 911 GT3 Cup und Toyota Supra optimal in das Programm zu integrieren. Gleichzeitig machte Möller deutlich, dass ein kontrollierter und fehlerfreier Rennverlauf oberste Priorität besitzt. Angesichts der Länge des Rennens und der schwierigen Bedingungen müsse die Mannschaft vor allem Beständigkeit beweisen und unnötige Risiken vermeiden.
Der Start zum Langstreckenklassiker erfolgt am Samstag, 16. Mai, um 15 Uhr. Der Fernsehsender NITRO überträgt das komplette Rennen live im Free-TV, zusätzlich stehen sämtliche Sessions über offizielle Livestream-Angebote online zur Verfügung.

Fotos: WS Racing

