10.05.2026 | Mit einer eigens entwickelten Sonderlivery wird die Manthey Racing GmbH beim diesjährigen 24-Stunden-Rennen Nürburgring gleich zwei Jubiläen feiern. Neben dem 30-jährigen Bestehen des Unternehmens steht vor allem das zehnjährige Jubiläum des „Grello“ im Mittelpunkt – jenes grün-gelben Porsche 911 GT3 R, der längst zu einem der bekanntesten Fahrzeuge der Nordschleife geworden ist. Ergänzend zur Jubiläumslackierung präsentiert Manthey während der Rennwoche im ring°boulevard sämtliche Nürburgring-Siegerfahrzeuge der Teamgeschichte.
Der „Grello“ gehört heute zu den prägenden Symbolen des modernen Langstreckensports auf der Nordschleife. Seine Wurzeln reichen jedoch deutlich weiter zurück. Bereits 2005 setzte Manthey erstmals auf die markante gelb-grüne Farbgebung. Der damalige Porsche 911 GT3 MR, unter Fans als „der Dicke“ bekannt, entwickelte sich schnell zu einem Erfolgsmodell. Nach mehreren Rennsiegen und Pole-Positions in der VLN folgte 2006 der erste Gesamtsieg beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring. Bis 2009 gelangen vier Gesamtsiege in Folge – eine Serie, die bis heute unerreicht blieb.
Auch 2011 triumphierte Manthey erneut in der Eifel. Der eingesetzte Porsche 911 GT3 RSR-MR basierte ursprünglich auf einem Testfahrzeug von Porsche und hatte bereits rund 48.000 Kilometer absolviert, ehe er für den Renneinsatz vorbereitet wurde. Nach verschiedenen Fahrzeugdesigns zwischen 2012 und 2015 kehrte Manthey 2016 mit einer neuen Interpretation der gelb-grünen Lackierung zurück. Beim 6-Stunden-ADAC-Ruhr-Pokal-Rennen der damaligen VLN debütierte der Porsche 911 GT3 R erstmals im heutigen „Grello“-Design – und gewann direkt auf Anhieb mit Patrick Pilet und Jörg Bergmeister.
Historische Elemente prägen die Jubiläumslackierung
Die Sonderlivery für die Saison 2026 verbindet bewusst unterschiedliche Kapitel der Teamgeschichte miteinander. Grundlage bleibt die aktuelle Nordschleifen-Lackierung des „Grello“, ergänzt um prägende Elemente früherer Fahrzeuge. So kehrt etwa das grün-gelbe Dach des „Dicken“ zurück, das zwischen 2005 und 2011 zum charakteristischen Erscheinungsbild gehörte. Auch die orangefarbenen Außenspiegel, die sowohl den frühen „Dicken“ als auch die ersten „Grello“-Jahre zwischen 2016 und 2019 kennzeichneten, wurden erneut integriert.
Darüber hinaus greift Manthey historische Linienführungen und Designelemente auf und interpretiert sie neu. Besonders auffällig ist ein modernes Strömungsliniendesign, das die grünen Akzente stärker in die gelbe Grundfarbe einbindet. Ergänzt wird die Gestaltung durch zahlreiche versteckte Details, darunter eine integrierte „7“ als Hinweis auf die sieben Gesamtsiege beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring. Weitere grafische Elemente sollen im Verlauf der Rennwoche im Rahmen der Kampagne #Manthey30 vorgestellt werden.
Längst beschränkt sich die Erfolgsgeschichte des „Grello“ nicht mehr nur auf die Nordschleife. 2018 setzte Manthey den gelb-grünen Porsche erstmals bei den Bathurst 12 Hour in Australien ein. Sechs Jahre später folgte dort der Gesamtsieg auf dem Mount Panorama Circuit. Hinzu kamen Titelgewinne in der DTM mit Thomas Preining 2023 sowie mit Ayhancan Güven 2025. Parallel dazu etablierte sich das Fahrzeug auch in Nordamerika: Mit dem Einstieg in die IMSA WeatherTech SportsCar Championship setzte Manthey seine internationale Expansion fort und feierte zuletzt einen Klassensieg in Sebring.
Siegerfahrzeuge im ring°boulevard ausgestellt
Während der Rennwoche der 24 Stunden Nürburgring wird Manthey im ring°boulevard eine umfangreiche Ausstellung präsentieren. Gezeigt werden sämtliche Fahrzeuge, mit denen das Team seine sieben Gesamtsiege beim Eifelklassiker erringen konnte. Besucher erhalten damit einen Überblick über die technische und gestalterische Entwicklung der Manthey-Rennwagen – vom „Dicken“ bis zum aktuellen „Grello“.
Zusätzlich ist für Donnerstagabend eine Autogrammstunde mit den Fahrern der Startnummer 911 geplant. Kévin Estre, Ayhancan Güven und Thomas Preining werden dabei den Fans im ring°boulevard Rede und Antwort stehen.
Manthey-Geschäftsführer Nicolas Raeder ordnete die beiden Jubiläen als wichtigen Meilenstein der Unternehmensgeschichte ein. Die Sonderlivery solle die Verbindung zwischen den Ursprüngen des Teams, den großen Erfolgen der vergangenen Jahre und den internationalen Zukunftsplänen sichtbar machen. Gleichzeitig hob er die Bedeutung von Mitarbeitern, Partnern und Fans hervor, die die Geschichte des „Grello“ über Jahre hinweg begleitet hätten.
Auch Racing-Geschäftsbereichsleiter Patrick Arkenau verwies auf die besondere Bedeutung des Jubiläumsjahres. Nach zwei zweiten Gesamträngen in den Jahren 2024 und 2025 richte sich der sportliche Fokus klar auf die Rückkehr an die Spitze beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring.
Fotos: Manthey Racing

