Goldener Kranz des Nürburgrings 1933

  • Goldener Kranz des Nürburgrings 1933
  • Veranstalter: ADAC Arbeitsgemeinschaft Kölner Motorsport Clubs
  • Betonschleife

25. Juni 1933

Schmidt holt den Goldenen Kranz, Rübsamen den Gau-Ehrenpreis

  • Schmidt aus Kassel gewinnt auf Imperia den „Goldenen Kranz“.
  • Rübsamen aus Kassel sichert sich auf DKW den Gau-Ehrenpreis.
  • In vier Klassen gehen 25 Fahrer über jeweils 40 Runden an den Start.

Am 25. Juni 1933 wurde auf dem Nürburgring das Ausweisfahrer-Rennen um den „Goldenen Kranz“ ausgetragen. Die Veranstaltung war als Meisterschaftslauf für den Westbezirk angesetzt und richtete den Blick bewusst auf den motorsportlichen Nachwuchs. 25 Fahrer gingen an den Start. Sportlich ragten zwei Kasseler heraus: Rübsamen gewann auf DKW den Gau-Ehrenpreis, Schmidt holte auf Imperia den „Goldenen Kranz“ und fuhr zugleich die schnellste Zeit des Tages.

Die Veranstaltung stand in einer Reihe von Ausweisfahrer-Rennen, mit denen jungen Fahrern der Einstieg in den Rennsport ermöglicht werden sollte. Für die vorangegangenen Jahre werden sechs solcher Veranstaltungen auf dem Nürburgring genannt. Dazu gehörten Rennen um den „Preis der Roemryke-Berge“ der Bergischen Arbeitsgemeinschaft Wuppertal sowie um den „Goldenen Kranz des Nürburgrings“ der Arbeitsgemeinschaft Kölner Motorsport-Clubs. Für den Lauf am 25. Juni war die Organisation neu geordnet worden; die sportliche Leitung lag bei Busch und dem Vizepräsidenten Gustav Schäfer. 

Über 40 Runden der Start- und Zielschleife gingen die Fahrer ins Rennen. Die zeitgenössische Meldung nennt dafür eine Gesamtdistanz von 91 Kilometern. Bei der für die Strecke überlieferten Länge von 2,293 Kilometern je Runde ergeben sich rechnerisch 91,72 Kilometer.

Bis 250 ccm: Rübsamen gewinnt auf DKW

In der Klasse der Solomaschinen bis 250 ccm führte Rübsamen (Kassel) die Wertung an. Für die 40 Runden wurden für ihn 1:05.34 angegeben. Prünte (Godesberg) belegte auf Puch mit 1:08.25 den zweiten Platz. Rübsamen erhielt zugleich den Gau-Ehrenpreis als bester Ausweisfahrer.

Position # Fahrer, Ort Wagen Runden Gesamt (h)
1   Rübsamen, Kassel DKW 40 1:05.34
2   Prünte, Godesberg Puch 40 1:08.25

Bis 350 ccm: Schmidt acht Sekunden vor Marcinkowski

Die engste Entscheidung der aufgeführten Soloklassen fiel bis 350 ccm. Schmidt (Kassel) gewann auf Imperia in 0:58.49. Marcinkowski (Düsseldorf) folgte auf Norton in 0:58.57 und lag damit acht Sekunden zurück. Kahlenberg (Köln) wurde auf einer weiteren Norton Dritter. Mit seiner Siegerzeit erzielte Schmidt die schnellste Zeit des Tages und gewann den „Goldenen Kranz“.

Position # Fahrer, Ort Wagen Runden Gesamt (h)
1   Schmidt, Kassel Imperia 40 0:58.49
2   Marcinkowski, Düsseldorf Norton 40 0:58.57
3   Kahlenberg, Köln Norton 40 1:03.33

Solomaschinen nicht über 1000 ccm: Kammer vor Freund

Bei den Solomaschinen nicht über 1000 ccm setzte sich Kammer (Bonn) auf BMW durch. Seine Zeit betrug 0:59.12. Freund (Köln) folgte auf Sunbeam sechs Sekunden später in 0:59.18. Schmitz (Köln) komplettierte auf Sunbeam mit 1:00.45 die ersten drei Plätze.

Position # Fahrer, Ort Wagen Runden Gesamt (h)
1   Kammer, Bonn BMW 40 0:59.12
2   Freund, Köln Sunbeam 40 0:59.18
3   Schmitz, Köln Sunbeam 40 1:00.45

Beiwagen bis 600 ccm: Mayer siegt auf Imperia

In der Beiwagenklasse nicht über 600 ccm gewann Mayer (Köln) auf Imperia. Für die 40 Runden wurden 1:10.59 angegeben. Hötterhoff (Barmen) belegte auf Horex in 1:17.34 den zweiten Platz.

Position # Fahrer, Ort Wagen Runden Gesamt (h)
1   Mayer, Köln Imperia 40 1:10.59
2   Hötterhoff, Barmen Horex 40 1:17.34

Der Renntag stellte damit vor allem die Ausweisfahrer in den Mittelpunkt. Rübsamen und Schmidt sorgten mit ihren Erfolgen dafür, dass beide besonders hervorgehobenen Auszeichnungen nach Kassel gingen. Schmidts 0:58.49 auf der Imperia blieb die schnellste im Ergebnis aufgeführte Zeit.

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Quelle: ADAC Motorwelt, Nr. 27, 7. Juli 1933, S. 7